Geschichte

 

Bhutans Geschichte

Über Bhutans Geschichte gibt es seit etwa 900 nach Chr. erste gesicherte Erkenntnisse, da aus den weiter zurückliegenden Epochen keine Aufzeichnungen vorliegen. Wirklich dokumentiert ist die Geschichte des Landes erst seit dem 16. Jahrhundert. Als gesichert darf angesehen werden, dass mit der Besiedlung des Himalaya sich auch auf dem Gebiet von Bhutan die ersten Menschen niederließen. Dies begann vermutlich um 2000 vor Christus. Es sind Überlieferungen, die zum Teil wohl auch dem Bereich der Mythologie zuzuordnen sind.

Aus der Frühzeit von Bhutans Geschichte sind nur wenig gesicherte Erkenntnisse vorhanden. Waffen und Werkzeuge aus Stein sowie Megalithen haben ein Alter von bis zu 4000 Jahren. Die Täler des Himalaya dürften von Nomaden besiedelt worden sein und die Pässe des Gebirges wurden als Übergänge in den Norden genutzt. Vor der Einführung des Buddhismus war in Bhutan vermutlich die archaische Bon-Religion verbreitet. Sie war mit ihrer Geisterwelt in weiten Teilen der Bevölkerung des Himalaya tief verwurzelt.

Goldene Gebetsmühlen, Bhutan Rundreise

Ein tief religiöses Land mit gastfreundlichen Menschen

Das Land der Dzongs, der Gebetsmühlen und Gebetsfahnen können Sie auf Bhutan Reisen nicht auf eigene Faust erkunden. Dennoch müssen Sie auf Individualismus nicht verzichten, denn wir bieten Ihnen maßgeschneiderte Individualreisen mit einem einheimischen Führer. Dabei werden Sie ein Land kennen lernen, das beeindruckende Landschaften, eine artenreiche Flora und Fauna sowie eine in tiefer religiöser Tradition verwurzelte Kultur besitzt.

Die Einwohner Bhutans sind sehr stolz auf ihre Heimat. Sie nennen sich selbst Drukpa und sind Einwohner von Druk yul, dem Land der Drachen. Sie setzen sich aus den drei großen ethnischen Gruppen Sharchops, Lhotshampas und Ngalops zusammen. Daneben gibt es noch zahlreiche kleinere Ethnien. Auf Bhutan Reisen werden Sie sehr schnell feststellen, das Sie als ein geschätzter Gast empfangen werden und entsprechend behandelt werden. Es wird alles dafür getan, das Bhutan Reisen zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Im Gegenzug wird von Ihnen erwartet, das Sie den Bewohnern des Landes mit Respekt begegnen. Das gilt für viele Bereiche ihres Lebens. Besonders wichtig ist den Bewohnern Bhutans der Buddhismus, ihre tief verwurzelte Religion, ihre Tempel, Klöster und ihre Riten. Seit Jahrhunderten bewahren Sie ihre Kultur und Tradition, die sich auch in ihrer Musik und den Tänzen widerspiegelt, die Ihnen fremd vorkommen mögen. Ganz wichtig ist den Drukpa auch ihr geliebter und verehrter König. Einen großen Stellenwert besitzt auch ihre Natur und der sehr schonende Umgang mit ihren Ressourcen ein. So ist der Naturschutz in der Verfassung des Landes verankert und schon den Kindern wird der schonende Umgang mit der Natur gelehrt.

Auf Bhutan Reisen erhalten Sie einen Eindruck von der tiefen Religiösität der Bevölkerung. Sie richtet sich stark am tantrischen Buddhismus aus, der ursprünglich aus Tibet kommt. Sichtbare Zeichen dieser gelebten Religiösität sind die zahlreichen Chörten und Mani-Mauern. Vor allem aber die Gebetsfahnen sind überall zu finden und flattern sanft im Wind. Es ist manchmal schon abenteuerlich, an was für steile Hänge und Felsvorsprünge die Gebetsfahnen angebracht sind. Die Städte, Dörfer, ja sogar die Bauernhöfe sind geprägt von malerischen Klöstern und Tempeln. Auf Bhutan Reisen werden Sie von den eindrucksvollen Dzongs begeistert sein. In jedem Hauptort der 20 bhutanesischen Provinzen befindet sich eine dieser mächtigen Klosterburgen und sie sind heute wie vor Jahrhunderten ein Zentrum religiöser und weltlicher Macht.

Erste buddhistisch Einflüsse

Ein wichtiges Datum für Bhutans Geschichte ereignete sich im 8. Jahrhundert nach Christus. 746 soll der heilige tibetische Lama Padmasambhava, in Bhutan als Guru Rinpoche besser bekannt, ins Land gerufen worden sein und König Sendharka von einem Dämon befreit haben. Daraufhin konvertierte dieser zum Buddhismus. Unter dem Einfluss von Rinpoche verbreitete sich der tantrische Buddhismus und löste die zuvor vorherrschende archaische Religion ab. Vermutlich wurden aber schon zuvor erste buddhistische Klöster im Choekhor- und Parotal gegründet. Etwa 500 Jahre später wurde die buddhistische Druk-pa-Kagyü-Lehre eingeführt, welche durch einen Drachen (Druk) symbolisiert wird. Diese Lehre entwickelte sich schnell zum wichtigsten Glauben und ist bis heute fester Bestandteil Bhutans.

System der Klosterburgen

Vor dem 17. Jahrhundert gab es auf dem Gebiet von Bhutan in fast jedem größeren Tal ein Fürstentum. Sie führten oft untereinander und gegen die benachbarten Tibeter Krieg. Zudem wetteiferten die verschiedenen Klöster um die weltliche als auch spirituelle Vorherrschaft. Das Jahr 1616 brachte in Bhutans Geschichte einen Wendepunkt. Ngawang Namgyal musste als Abt des Drukpa-Klosters aus Tibet fliehen und kam nach Westbhutan. Hier errichtete er mit Simtokha sein erstes Dzong (Klosterburg) als Shabdrung (Religiöser Führer). Er lehrte den Buddhismus und seine Predigten waren sehr erfolgreich. Seine Macht wuchs zunächst im Westen von Bhutan stetig an und dadurch sicherte sich Ngawang die Unterstützung der angesehenen Familien. Anschließend weitete er seine Macht immer mehr aus und begann damit, große Dzongs in allen westlichen Tälern zu erbauen. Allerdings bekämpften andere buddhistischen Sekten die Drukpa-Linie des Shabdrung, aber hatten trotz tibetischer Hilfe keinen Erfolg. Letztlich wurde 1639 die Herrschaft Shabdrungs über Bhutan auch von Tibet anerkannt. Nun wurde das Konzept der Dzongs, die auch im administrativen Bereich eine wichtige Funktion übernahmen, im ganzen Land ausgebaut. Seither haben Dzongs in Bhutans Geschichte eine große Bedeutung. Die Dzongs von Jakar, Paro, Punakha, Simtokha und Trongsa nehmen bis heute einen wichtigen Stellenwert ein.

Sonnenuntergang, Punakha Dzong, Bhutan Rundreise

Schließlich veranlasste der Shabdrung den Zusammenschluss aller Mönche unter einem "Je Khenpo", was mit dem Dalai Lama Tibets vergleichbar ist. Er ging auch daran, dem Land eine eigene kulturelle Identität zu geben. Der buddhistische Canon Kagyu wurde bhutanesisch abgewandelt, Tshechu-Feste und Nationaltrachten wurden eingeführt und die Beziehung der Bauern zu den Klöstern wurde im Rechtskodex geregelt. Im Jahr 1651 bezog der Shabdrung eine Meditationszelle im Dzong Punakha, wo er wenig später starb. Sein Tod wurde mehr als 50 Jahre geheim gehalten, um die Stabilität des Landes nicht zu gefährden. Sein einbalsamierter Leichnam ruht in einem versiegelten Sarg im Dzong, der bis heute nur von vier Personen betreten werden darf. Kurz nach dem Tod von Shabdrung wurden der mittlere und östliche Teil Bhutans militärisch erobert und das Land erhielt seine heutige Gestalt. Das von Shabdrung eingeführte Verwaltungssystem mit Penlops (administrative Provinzverwalter) und einem Desi (Oberhaupt einer theokratischen Regierung) hielt sich in der Geschichte Bhutans bis 1907, als die Monarchie eingeführt wurde.

Zum Königreich des Drachen

In den folgenden 200 Jahren der Geschichte Bhutans gab es immer wieder Machtkämpfe bis hin zu Bürgerkriegen um die Position des Desi, in die teilweise auch Tibet, China und das heutige Sikkim verstrickt waren. Im 19. Jahrhundert brachen Konflikte zwischen Bhutan und den Briten in Indien aus. Dabei ging es um die Ebenen zwischen dem Brahmaputra und den ersten Gebirgszügen des Himalaya. Letztlich musste Bhutan die Duars an Indien abtreten und verlor dadurch wichtige landwirtschaftliche Nutzflächen und einige Dörfer. Damit ging dem Land ein großer Reichtum verloren. Im Herzen des Landes setzten sich die Auseinandersetzungen ebenfalls fort, bis sich schließlich Jigme Namgyal als mächtiger Desi etablierte und seinen Sohn Ugyen Wangchuck als Paro Penlop einsetzte. Er erweiterte seine Macht nach dem Tod des Vaters und wurde 1907 zum ersten Druk Gyalpo (Drachenkönig) in Bhutans Geschichte gewählt. Schon vor seiner Krönung zum Druk Gyalpo pflegte er gute Beziehungen zu den Briten, unter anderem unterstützte er sie bei der Invasion Tibets und dies führte 1910 zur Unterzeichnung des Vertrags von Punakha. Darin verpflichtete sich die britische Regierung, sich nicht in Angelegenheiten Bhutans einzumischen. In der Erbmonarchie Bhutans begann unter Jigme Dorji 1961 eine vorsichtige Öffnung des Landes nach außen. Auslöser war die Annexion Tibets durch China, die deutlich machte, dass eine Isolationspolitik nicht mehr in eine moderne Welt passt.

Bhutan wird zugänglich

Mit dem Beitritt zu den Vereinten Nationen begann ein neues Kapitel der Geschichte Bhutans. Es wurden diplomatische Beziehungen zu Indien aufgebaut, eine Nationalversammlung geschaffen und eine Armee und Polizeikorps aufgebaut. In den folgenden Jahren begann die Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. Im Jahr 2008 wurde erstmals in Bhutans Geschichte eine Nationalversammlung gewählt. Im selben Jahr wurde Jigme Khesar Namgyel Wangchuk zum 5. Druk Gyalpo gekrönt, er lenkt seither die Geschicke des Landes. Doch auch künftig soll in der Geschichte Bhutans Platz für die bhutanesische Kultur und Tradition sein, die in dieser Form einzigartig ist.

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