Katja Walter unterwegs im Königreich Bhutan

 

Katja Walter unterwegs im Königreich Bhutan

Unsere Asien-Expertin Katja Walter reiste für Sie durch Bhutan. Im kleinen Königreich am Rande des Himalaya-Gebirges begab sich auf eine spannende Erkundungstour entlang wunderbarer Landschaften und besichtigte auf ihrem Weg einzigartige Klöster und Tempel. Lassen Sie sich von Katja in das wunderbare Land des Donnerdrachens entführen und freuen Sie sich auf ihre herrlichen Erzählungen.

Zwischenstopp Kathmandu in Nepal

Bevor ich in das Königreich Bhutan reise, lege ich einen Zwischenstopp in Kathmandu ein. Nach dem schweren Erdbeben im April 2015 ist es wichtig den Himalaya-Staat Nepal weiterhin zu bereisen. Denn der Tourismus ist die zweitwichtigste Einnahmequelle des Landes. Meine Unterkunft ist das Heritage Hotel Dwarika´s - eine schöne Oase zum Wohlfühlen - das einem belebten Museum gleicht. Von hier aus erkunde ich das Kathmandu-Tal mit den drei Hauptorten Kathmandu, Patan und Bhaktapur. Zunächst besuche ich den faszinierenden Tempelkomplex Pashupatinath. Hier lohnt es sich ein bisschen länger zu verweilen, um verschiedene hinduistische Riten zu beobachten. In Patan besichtige ich den „goldenen Tempel“ Kwa Bhal, der zu den prächtigsten Tempeln in Nepal gehört  sowie den Durbar Square („Platz des Königshofes“), der auch nach dem Erdbeben noch beeindruckend ist. Anschließend entfliehe ich dem Gewusel der Hauptstadt Nepals und mache mich auf nach Dulikhel. Hier bin ich nach einer kurzen Fahrt mitten in der Natur und kann das Kathmandu-Tal bei einer kleinen Wanderung ausgiebig genießen. Zurück in Kathmandu darf ein Besuch des Swayambhunath Tempels nicht fehlen, denn von hier aus habe ich einen fantastischen Ausblick auf das Tal und die umliegenden Berge.

Vorfreude auf Bhutan

Mit Druk Air geht es nonstop von Kathmandu nach Paro. Angekommen in Bhutan spüre ich direkt bei Ankunft eine sehr positive Energie, die mich umgibt – sei es durch den spektakulären Landeanflug über die Berge hinunter ins Paro-Tal, sei es durch das riesige Plakat unweit des Rollfelds, auf dem mich das Königspaar anlächelt, sei es durch die Postkarte, die ich bei der Passkontrolle als Willkommensgeschenk erhalte, sei es durch den herzlichen Empfang meines Reiseleiters. Das Gefühl in einem ganz besonderen Land unterwegs zu sein, begleitet mich während meiner gesamten Reise von West- nach Ostbhutan. Fernab von Lärm, Hektik, Stress und dem Weltgeschehen liegt Bhutan ganz idyllisch im Himalaya-Gebirge. Schon auf der Fahrt von Paro nach Thimphu bin ich überwältigt von Glücksgefühlen und kann bereits erahnen, welche malerischen Landschaften sowie beeindruckenden Sehenswürdigkeiten in den nächsten Wochen zwischen den Bergen und Tälern auf mich warten.

Bhutans Hauptstadt Thimphu

In der Hauptstadt Thimphu geht es zuerst zur imposanten Statue Sakyamuni Buddha (51,5 m), die sich auf dem Kuensel Phodrang Hügel befindet. Von hier aus habe ich einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt, wo in den nächsten Tagen das alljährliche Tshechu – bekannt für die religiösen Tänze, die von Mönchen in prächtigen Kostümen durchgeführt werden – im Dzong von Thimphu stattfindet. Das Fest ist bei jung und alt beliebt. Herausgeputzt in bester, traditioneller Kleidung gilt es sich rechtzeitig gute Plätze zu sichern. Die heitere und fröhliche Atmosphäre überträgt sich auch auf mich. Besonders lustig sind die Atsaras (Clowns oder Spaßmacher), die sowohl die Tänzer als auch das Publikum immer wieder ablenken. Neben dem Memorial Chorten besuche ich auch die Papierfabrik von Thimphu. Wer sich für moderne Kunst interessiert, sollte einen Abstecher zur Art Yanttra Gallery (unweit der Papierfabrik) machen. Und natürlich darf eine kleine Wanderung zu Beginn meiner Reise nicht fehlen. So mache ich mich auf zum Cheri Goemba (2.600 m), das ich nach ca. 30 Minuten Fußmarsch erreiche. Hier bleibt etwas Zeit zum Meditieren.

Malerisches Punakha

Mit einer Fahrt über den Dochu-la-Pass (3.088 m) geht meine Reise weiter nach Punakha. Leider bleibt mir die Fernsicht durch viel Nebel und Regen verwehrt. Während der Talfahrt bessert sich das Wetter, so dass ich in Punakha die friedvolle Atmosphäre und malerische Umgebung genießen kann, z. B. bei einem Spaziergang zum Chimi Lakhang – der Tempel ist ein Pilgerort für unfruchtbare Frauen. Auch meine kurze Wanderung durch Reisfelder und vorbei an Bächen, hinauf zum Khamsung Yuely Namgyel Tempel ist einfach wunderschön und belebend. Der Ausblick von hier auf die ländliche Idylle des Mo Chu River Valley ist wirklich bezaubernd. Außerdem besichtige ich den Punakha Dzong, der als einer der schönsten Dzongs in Bhutan gilt.
Mein nächstes Ziel ist die Nalanda University, eine buddhistische Klosterschule. Hier bin ich für eine Nacht zu Gast und kann so einen Einblick in den Alltag der Mönche gewinnen. Die Gespräche mit dem Direktor und einigen Mönchen sind beeindruckend und ganz anders als gedacht – sehr locker, sehr modern und sehr aufrichtig.

Wanderungen bei Bumthang

Der nächste Morgen startet früh für die Fahrt über den Pele-la-Pass (3.300 m) und den Yotong-la-Pass (3.400 m) nach Bhumtang. Die Täler Chume, Choekhor, Tang und Ura liegen in der Region Bhumtang und sind Ausgangspunkt für leichte Wanderungen, da die Berge hier nicht so steil abfallen. So unternehme ich einen Pilgerspaziergang zu den Tempeln Jambey Lhakhang, Kurje Lhakhang und Tamshing Lhakhang. Heute beobachte ich auch aus nächster Nähe den Nationalsport Bhutans – Bogenschießen. Abwechselnd wird auf die beiden Zielscheiben, jeweils am Ende des Spielfelds positioniert, gezielt.

Bhutans traumhafter Osten

In östlicher Richtung bringt mich mein Chauffeur nach Mongar. Die Fahrt über den Thrumsing-la-Pass (mit 3.800 m der höchste befahrbare Pass Bhutans) ist für mich eine der schönsten Strecken mit grandiosen Ausblicken. Für einen Mittagssnack halten wir an einem kleinen Felsen direkt neben einem kleinen Tempel. Keine Menschenseele weit und breit, wir sind mitten in den Bergen und in der Natur – einfach unbeschreiblich schön.
Von Mongar aus reise ich weiter über den Kor-la-Pass (2.450 m) nach Trashigang – der östlichste Punkt meiner Reise. Eine kurvenreiche, nicht asphaltierte Straße führt unterwegs zum auf 2.400 m gelegenen Drametse Kloster, wo ich ein Picknick mit wunderschöner Aussicht genieße. Das Kloster ist das größte und bedeutendste Kloster in Ostbhutan. Dieser Tag endet mit einem weiten Blick über das Tal bis hin zur untergehenden Sonne über den Himalaya-Bergen.

Abstecher nach Trashiyangtse

Von Trashigang aus unternehme ich einen Ausflug nach Trashiyangtse. Auf dem Weg dorthin erblicke ich den Trashigang Dzong, der am Ende eines Felsvorsprungs weit mehr als 400 m über den Fluss ragt und unerreichbar erscheint. Die Lage wirkt schon fast magisch auf mich, so dass ich diesen Dzong unbedingt besichtigen möchte zur Überraschung meines Reiseleiters nachdem ich doch schon viele Dzongs in Bhutan gesehen habe. Aber es ist genau die richtige Entscheidung spontan anzuhalten, denn der Ort hat eine wirklich einzigartige Atmosphäre. Ich schlendere über den Innenhof, treffe auf junge Novizen und neugierige Blicke aus den Fenstern. In der Versammlungshalle der Mönche nehme ich mir Zeit für eine Meditation. Hier könnte ich den ganzen Tag verweilen, doch den Tempel Gom Kora, bei dem Guru Rinpoche durch seine Meditation einen Dämon besiegte, und Trashiyangtse möchte ich auch noch erkunden.

Mein Rundgang in Trashiyangtse beginnt mit einem Besuch des „Institute for Zorig Chusum“, in dem Studenten in traditionellen Künsten Bhutans ausgebildet werden und führt zum Heiligtum Chorten Kora, das im nepalesischen Stil ganz in Weiß erbaut wurde. Die Hauptstatue des Tempels ist Guru Rinpoche geweiht. Der kleine, aber malerische Ort ist auch für handgefertigte Holzschüsseln bekannt. Ein schönes Souvenir für Zuhause.

Amankora Lodge Bumthang

Wer Ostbhutan bereist, wird in der Regel in Richtung Süden nach Samdrup Jongkhar fahren und über die Grenze nach Indien ausreisen. Ich mache mich jedoch wieder auf dem gleichen Weg zurück über Mongar nach Bumthang. Am Straßenrand treffe ich auf eine kleine Yakherde, die ich vom Auto aus beobachte.
Zurück in Bumthang übernachte ich in der Amankora Lodge Bumthang. Die legendären Aman Resorts stehen weltweit für erstklassigen Service und Luxus auf höchstem Niveau. Mein Aufenthalt hier wird den beiden Sanskritworten aman = Frieden und kora = Pilgerreise zu jeder Zeit gerecht.

Gangtey Kloster im Phobjika-Tal

Meine nächste Station ist das Phobjika-Tal, das in den Wintermonaten zur Heimat für die Schwarzhalskraniche aus Tibet wird. Im Informationszentrum erfahre ich mehr über die eleganten Vögel. Die Weiterfahrt führt durch kleine Dörfer zum Gangtey Goenpa Kloster. Es dauert nicht lange bis ich feststelle, dass ich meinen Lieblingsort in Bhutan gefunden habe. Dazu trägt auch meine Unterkunft – die Gangtey Goenpa Lodge – bei, in der ich mich sofort willkommen und zuhause fühle. Die einmalige Lage mit direktem Blick auf die grandiose Weite des Tals, das einzigartige Wohlfühlambiente sowie der sehr persönliche Service und die Aufmerksamkeit des Personals machen diese Lodge zu einem ganz besonderen Ort. Für mich gehört die Gegend rund um Gangtey zur landschaftlich schönsten des ganzen Landes – auch wenn Bhutan viele reizvolle Landschaftskulissen bietet und es sehr schwer ist, hier einen Favoriten zu benennen.

Taktshang Kloster - "Tigernest"

Nun ist es an der Zeit die Rückreise in Richtung Westbhutan anzutreten. So geht es wieder über den Dochu-la-Pass zurück nach Paro. Dieses Mal habe ich Glück mit dem Wetter und genieße eine fantastische Fernsicht auf die Himalaya-Bergkette.
Den Himalaya-Bergen ganz nah bin ich auch bei meiner 2-tägigen Wanderung entlang des Bumdra Treks mit Übernachtung im Deluxe Zeltcamp auf einer Höhe von 3.800 m, unweit vom Bumdra Kloster gelegen. Der Bumdra Trek endet an der berühmten Pilgerstätte dem Taktshang Kloster (Tigernest, 2.950 m). Wer frühzeitig vom Zeltcamp aufbricht, kann das Taktshang Kloster noch vor dem Ansturm der Touristengruppen besuchen.

Amankora Lodge in Paro

Die letzte Nacht in Paro verbringe ich in der Amankora Lodge Paro. Auch hier bin ich nachhaltig von der exklusiven Lage und dem ausgezeichnetem Service begeistert. Am liebsten möchte ich hier gar nicht mehr fort. Die exzellent zubereiteten Speisen genieße ich auf der Terrasse mit einem traumhaften Ausblick auf den schneebedeckten Gipfel des heiligen Jhomolhari Berges mit seinen 7.326 m am Fuße des Himalayas. Ich kann mir keinen besseren Abschluss für eine Bhutanreise vorstellen.

Mein Fazit: Bhutan ist ein Paradies für natur- und outdoorverbundene Menschen. Idyllisch eingebettet im Himalaya hält es einige Natur- und Kulturschätze bereit. Manche Orte sind wirklich wie gemalt, so auch die Region um Punakha und Gangtey, die zu meinen persönlichen Highlights gehören. Oft möchte man einfach nur durch die wunderschönen Landschaften spazieren, verweilen und genießen. Eine Bhutanreise ist ein absolut unvergessliches Erlebnis.
Mein Tipp: Die An- und Abreise über Kathmandu planen und dann auf der linken Flugzeugseite auf dem Flug nach Paro sitzen und zurück auf der rechten Flugzeugseite, denn dann bekommt man eventuell dieses Mount Everest Bergpanorama geschenkt:

Hat Ihnen Katjas Reise durch das Königreich des Donnerdrachens gefallen? Gerne plant sie auch für Sie Ihre ganz individuelle Bhutan Rundreise. Kontaktieren Sie sie unter +49 89 12 70 91 139 oder per E-Mail!

 

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